A

Ankerpunkt:  Haltepunkt der Sehne im Gesicht, sollte bei jedem Schuss gleich sein 

Ablass: Loslassen der Sehne beim Schuss

Armschutz: Leder oder Kunststoffschutz an der Innenseite der Bogenhand zum Schutz vor der Sehne

Auszug: Abstand von Pfeilspitze und Ankerpunkt, entspricht der Pfeillänge und wird in Zoll (Inch) gemessen

 

 B

Bogner: Alte Bezeichnung der Bogenschützen, bzw. des Baugenbauers

Bogenarm: Hand mit der der Bogen gehalten wird

Blankbogen/Barebow: Recurve-, bzw. Langbogen ohne Zielhilfen wie Visier und andere Markierungen auf der Sehne

Backing: Verstärkung auf der dem Schützen abgewandten Seite des Bogens

Broadhead: Jagdspitze, meist schaft geschliffene zwei- oder vierschneidige Variante

Befiederung: Federn am Ende des Pfeiles, heutzutage aus Plastik, die weniger witterungsabhängig sind. Die als Leitfeder bezeichnete farblich besonders gekennzeichnete Feder, dient dem schnelleren und gleichem Aufsetzen des Pfeiles. Bei Langbögen sind Naturfedern z.T. vorgeschrieben.

Belly: (engl. Bauch) Seite des Bogens die zum Schützen zeigt <==> Backing

Blunt: Stumpfe Pfeilspitze, geignet fürs Roving oder die Jagd auf Vögel und Kleinwild

Bogenlänge: Länge des Bogens üblicherweise in Zoll angegeben

Bogenköcher: Halterung am Bogen um Pfeile aufzunehmen, bei Jagdbögen oft verwendet

Bogennocke: Verstärktes Ende eines Bogens, bei Langbögen auch zum Spannen verwendet, kann, sollte aber nicht, zum Pfeilsuchen verwendet werden

Bowhunter: engl. Bogenjäger

Bogenschlinge: Lederarmband um den Bogen nach dem Abschuss aufzufangen

Button: verstellbare Pfeilanlage, dämpft den Pfeilreflex

Bowyer: engl. Bogenbauer

 

 C

Compound: Moderner Bogen mit Seilzügen und häufig mit Zielhilfen versehen. Durch die Seilzüge wird die Kraft beim Vollauszug um bis zu 70% reduziert,
                 was eine sehr viel höhere Schussleistung zur Folge hat.

Cams: Rollentyp beim Compoundbogen

Checker: Abstandsmesser für die Sehnenstandhöhe und den Nockpunkt auf der Sehne

Cresting: Ringe am hinteren Ende des Pfeils

Crowntip: Bemahlung des hinteren Pfeilendes

Compositbogen: Ein aus mehreren Materialien zusammengesetzter Bogen,
                    im Gegensatz zum Langbogen der aus einem einzigen Stück Holz gearbeitet wird

Centershot-Bow: Bogen, bei dem der untere Teil des Schußfensters über die Mittellinie des Bogens (Center) geschnitten ist

 

D

Dacron: Kunstfaser welches sich hervorragend zur Herstellung von Sehen für traditionelle Bogen eignet

Deflex: Biegung des Bogens zum Schützen <==> Reflex

Dominantes Auge: Auge das bei Ziehlen die Führung übernimmt

 

 E

Endlos Sehne: Sehnenbauart, bei dem die Sehne aus einem einzigen Strang hergestellt wird.

 

 F

Facing: Verstärkung auf der dem Schützen zugewandten Seite des Bogens, dem Belley

Facewalking: Hierbei wird die Entfernung durch einen variablen Ankerpunkt im Gesicht visiert

Fast-Flight: Sehnenmaterial das sich kaum noch dehnt, Sehnenmaterial

Feder: Kunstoff- oder Naturfedern zur Stabilisierung des Pfeilfluges

Feldspitze: Metallspitze zum Scheibenschießen

Feldschiessen: Schiessen im Gelände, auf bekannte und/oder unbekannte Entfernungen, oft auf 3D-Zielscheiben

FITA: Internationaler Bogensportverband (Féderation Internationale de Tir a l'Arc)

FITA Runde: Wettkampfart bei der auf 4 unterschiedliche Entfernungen geschossen wird

        90m, 70m, 50m, 30m bei Männern, 70m, 60m, 50m, 30m bei Frauen

Flämisch Spleiß: Sehnenbauart, bei der "Büschel" am Ende der Einflechtung stehenbleiben

Flu-Flu: Pfeil mit meist 6 großen Federn zum Jagen von Vögeln und Kleinwild, der Pfeil wird nach einer entsprechend schnellen Anfangsbewegung beinahe abrupt gestoppt und fällt zu Boden, erleichtert das Suchen der Pfeile bei reduzierter Reichweite

 

G

Grain: Englisches Gewichtsmaß (1 Grain = 0,065 g)

H

Handschock: Rückschlag des Bogens beim Abschuss des Pfeiles

Hanhnenfeder: Diese Feder, am Pfeil angebracht, steht immer vom Bogen weg um den Pfeil beim Abschuss nicht abzulenken. Oft anderfärbig. Auch Leitfeder

Hunter-Runde: Turniermodus, bei dem nur ein Pfeil pro Scheibe geschossen wird

 

I

IFAA: International Field Archery Association (Internationaler Feldbogenverband)

Instiktives Schiessen: Art des Bogenschießens, bei dem ohne Zieleinrichtungen (Blankbogen) nur durch Anschauen des Zieles geschossen wird.

                Der Ausdruck hat sich eingebürgert, sollte aber besser "Intuitives Schiessen" heißen, weil das dem Sachverhalt näher kommt.

 

J

Judospitze: Spitze mit Krallen, die das Verschwinden im Gras etc. verhindern

Jagdbogen: Bogen, der für die Jagd geeignet ist, häufig Compoundbögen, da diese eine kürzerer Bogenlänge bei sehr viel höhrem Zuggewicht haben,

                aber auch Recurve-Bogen

 

K

Klicker: Auszugskontrollhilfe, kleine Metallzunge die am Bogenfenster montiert wird und gegen den Pfeil drückt sobald der Endauszug erreicht wird schnellt der vom Pfeil freigegebene Klicker gegen den Bogen und erzeugt das typische Klick worauf der Ablass des Schützen erfolgt

Kabelabweiser: Zubehörteil für Compound-Bogen, das die Berührung der Befiederung mit den Kabeln verhindert. Durch die gleichzeitige Verwendung eines sog. Gleitschuhs wird die Reibung der Kabel aneinander verhindert

Kill(zone): Tötungszone beim Tierscheiben

Kisser: Kunststoffteil, das in Höhe des Mundes auf die Sehne montiert wird. Dient der Kontrolle des korrekten Auszugs.

Kreuzdominanz: Rechtsschütze mit dominantem linken Auge und umgekehrt

Kyudo: (jap: Der Weg des Bogens) Japanische Form des Bogenschiessens, im Zen-Buddismus verwurzelt

 

L

Langbogen: ein im Mittelalter hauptsächlich in England verwendeter Bogentyp

lb: Englisches Pfund, übliches Gewichtsmaß im Bogensport (1 lb = 0,453 kg)

Laminierter Bogen: Bogen der aus mehreren Schichten aufgebaut ist, Belegung mit verschiednen Holzarten und/oder Glasfaser oder mit Sehnen

Linksschütze: Der Schütze hält den Bogen in der rechten Hand und zieht mit der linken

Leitfeder: Diese Feder, am Pfeil angebracht, steht immer vom Bogen weg um den Pfeil beim Abschuss nicht abzulenken Oft anderfärbig. Auch Hahnenfeder

 

 M

Mediterraner Ablass: Sehnengriff, bei dem der Zeigefinger über und der Mittel-und Ringfinger unter der Pfeilnocke gehalten werden

Mittelteil: Mittelteil mit Griffschale bei einem zerlegbaren Bogen, an das Mittelteil werden die Wurfarme und Stabilisatoren montiert.

Mittenwicklung: Umwicklung des mittleren Teils der Sehne, auf dem der Nockpunkt fixiert wird und die vor einer Abnutzung der Sehne schützen soll.

            Wird mit Mononylon oder Fast Flight Wickelgarn hergestellt

Mittenschnitt: das Bogenfenster ist so weit ausgeschnitten, dass die Sehne zentrisch hinter dem Pfeil liegt

Monostabilisator: Stabilisator von mindestens 25 Zoll Länge, der an der Front des Bogens befestigt wird und nach vorne (Richtung Scheibe) ragt

Mundmarke: Kunststoffteil, das in Höhe des Mundes auf die Sehne montiert wird. Dient der Kontrolle des korrekten Auszugs, auch Kisser genannt

 

 N

Nocke: Kunststoffaufsatz am Pfeilende, in den die Sehne eingesetzt wird

Nachhalten: (Follow through) Ruhiges Verweilen nach dem Schuss, um den Flug des Pfeiles zu beobachten

Nockpunkt: Markierung auf der Sehne, die anzeigt, wo der Pfeil aufgesetzt werden muss

Naturfedern: meist vom Truthahn verwendete Federn, für Rechtshandschützen von der rechten Schwinge des Vogels,

            für Linkshandschützen von der linken Schwinge des Hahnes, eine Seite der Feder ist glatt,

            die andere weist einen höheren Luftwiderstand auf, dadurch wird der Pfeil in eine Längsrotation (Drall) gezwungen

 

O

Off the shelf: Schießen mit Pfeilauflage oberhalb des Schussfensters

On the shelf: Schießen vom Schussfenster

ÖBSV: österreichischer Bogensportverband

 

 P

Parcours: Gelände, auf dem mehrere Tierscheiben aufgestellt werden

Peep -Sight: Sehnenvisier, Kunststoffstück mit kleinem Loch, das zwischen den einzelnen Strängen der Sehne in Höhe des Auges befestigt

Pfeilauflage: Hilfsmittel zum Auflegen des Pfeiles im Schussfenster

Pistolengriff: Bogengriff, der im oberen Teil stärker eingebuchtet ist

Port Orford Zeder: gute geeignetes Holz für Schäfte

 

 R

Rechtsschütze: Der Schütze hält den Bogen in der linken Hand und zieht mit der rechten

Recurve: Ende des Wurfarms, das sich im Zeitpunkt des Lösens vom Schützen wegbiegt. In diesem Teil des Bogens wird die meiste Energie gespeichert.

Recurvebogen: Bogen mit geschwungenen Wurfarmen

Reflex: Biegung des Bogens vom Schützen weg

Rohschafttest: Test, bei dem mit einem unbefiederten Pfeil geschossen wird, der zeigen soll, ob der gewählte Spinewert der richtige ist

Release: Ablassen des Pfeiles, mechanische Halte- und Ablassvorrichtung bei Compoundbogen

 

 S

Spannschnur: Hilfsmittel zum spannen des Bogens, verhindert ein verdrehen der Wurfarme

Snap-Nock: Pfeilnock, die in die Sehne einrastet

Speed-Nock: Pfeilnock, die nicht in die Sehne einrastet

Spleißen: Technik zum Stückeln eines Pfeiles

Stabilisator: Auf Stangen aufgebrachte Gewichte, die an das Mittelteil des Bogens montiert werden, um die beim Abschuss auftretenden Drehmomente

                 soweit zu verzögern, dass der Pfeil ungehindert am Bogen vorbeikommt

Standhöhe: Abstand Sehne - Griffdruckpunkt bei aufgespanntem Bogen

Schusstechnik:

    Facewalking: Hierbei wird die Entfernung durch einen variablen Ankerpunkt im Gesicht visiert

    Stringwalking: Hierbei wird die Entfernung durch einen variablen Nockpunkt auf der Sehne ausgeglichen

                        Beide Techniken werden beim Barebow eingesetzt.

Spine: Steifigkeit des Pfeiles

Spine-Tester: Gerät zu Messung der Pfeilsteifigkeit

Sehnenmaterial:

    Fast-Flight: (Für moderne Bogen mit verstärkten Tips)

    Dracon: (Für ältere bzw. Naturholzbogen)

Saubuckel: Federform

Spitzen-Taper: Konus am Pfeil zum Aufsetzten der Spitze

Stringfollow: nach dem Abspannen des Bogens bleibt ein Rest parabolischer Biegung in den Wurfarmen

Stacking: überproportionale Zunahme des Zuggewichts im letzten Teil des Auszugweges

Shield: Federnform

Selfnock: Direkt in den Pfeil eingeschnittene Nock

Selfbogen: Bogen ohne Glasfiber- oder Carbonverstärkung

Sehnenwicklung: Verstärkter Teil der Sehne, wo der Pfeil aufgelegt wird

Sehnenwachs: Imprägniermittel, das die Haltbarkeit der Sehne fördert

Sehnengalgen: Vorrichtung zum Wickeln einer Bogensehne

Sehne: Kunststoffschnur, die den Bogen spannt, bzw. Tiersehne für das Backing eines Bogens

Scope: Vergrößerungsglas, das am Visier befestigt wird (nur mit Peep Sight zu verwenden)

Schussfenster: Ausgeschnittener Teil in der Mitte des Bogens oberhalb des Griffes

Schießhandschuh: Fingerschutz mit üblicherweise 3 Fingern für Zeige-, Mittel- und Ringfinger der Zughand

Scheibenpanik: Auch "Goldfieber" genannt: Negative psychische Einstellung des Schützen zum Lösen mit vielfältigen Erscheinungsformen

Scheibenauflage: Papier mit Bildern oder Zeichnungen von Tieren

Schaft: Pfeil ohne Nock, Spitze und Befiederung

 

T

Tab: Lederstück zum Schutz der Zughand

Taper: Verjüngung am Ende des Pfeils

Take-Down: Bogen Zerlegbarer Bogen

Tiller: Biegeverhältnis des unteren zum oberen Wurfarm, Form der Biegung der Wurfarme

Traditionelles Bogenschießen: Bogenschießen ohne Verwendung von Zieleinrichtungen oder Compoundbogen

Tuning: Feinabstimmung des Bogens und der Pfeile

Trockenschuss: Loslassen der Sehne, ohne dass ein Pfeil abgeschossen wird
                    (kann die Zerstörung des Bogens und Verletzungen des Schützen zur Folge haben)

 

 U

 Untergriff: Griff auf der Sehne mit (drei) Fingern unterhalb des Pfeils

 

 V

Visier: Mechanisches Gerät, das als Zielhilfe eingesetzt wird

Vorbauvisier: Visier, das nicht unmittelbar am Bogen, sondern auf einem Ausleger montiert ist. Dadurch wird der Abstand vom Auge zum Visier verlängert

 

 W

Wurfarm: (limb) Unterer und oberer Teil des Bogens

 

 Z

Zeder: Beliebtestes Holz für Pfeilschäfte

Zoll: (Inch) Übliches Längenmaß im Bogensport (1 Zoll = 2,54 cm)

Zuggewicht: Die beim Spannen des Bogens zu überwindende Kraft. Wird in lb angegeben

Zughand: Arm, mit dem der Bogen gezogen wird

Zielpunkt: bewusst ausgesuchter Punkt, auf den die Pfeilspitze gerichtet wird